Problematisch, wenn es Kader trifft

Die Leistungen des Zivilschutzes seien durch das Urteil nicht gefährdet, sagt Markus Bürgi, Leiter der Abteilung Zivilschutz beim Kanton. Problematisch könne es aber werden, wenn in einer der zwölf Zivilschutzregionen Kaderleute plötzlich aus dem Dienst verabschiedet werden müssten. In diesen Fällen hofft der Kanton, dass die Betreffenden so lange freiwillig Dienst leisten, bis eine Nachfolge gefunden ist.

Auch Ursin Camenisch, Kommandant der Zivilschutzregion Frauenfeld, setzt darauf: «Kader in Schlüsselpositionen sind überdurchschnittlich motiviert.» Freiwillige Verlängerungen habe es in anderen Fällen gegeben. Bleibt der Ärger: «Es ist erstaunlich, dass etwas, das auf Bundesebene ausgelöst wurde, administrativ an uns hängen bleibt», sagt Camenisch zur Suche nach zu Unrecht Eingeteilten.

Kleinere Zivilschutzregionen haben bezüglich der Kader bereits den Überblick: «Bei uns sind keine Kader betroffen», sagt der Romanshorner Kommandant Harry Trösch. (wid)

Quelle: Tagblatt Online, 14. Februar 2012, http://www.tagblatt.ch